Medaillenkollektion bereichert das Waisenhaus-Museum

Neue Objekte für die Sammlung

Zwischen 1816 und 1918 war es am Großen Militärwaisenhaus zu Potsdam üblich, Mädchen und Jungen für vorbildliches Verhalten mit einer silbernen „Medaille für Fleiss und gute Führung“ auszuzeichnen. Eine außergewöhnliche Sammlung dieser Führungsmedaillen konnte das Waisenhaus-Museum Potsdam nun dank einer Spende des Vorstandsvorsitzenden des Ehemaligenvereins erwerben. Ein privater Brandenburger Sammler übergab die neun Medaillen anlässlich eines Pressegesprächs am 13. März 2017.

Die Medaillensammlung, die den historischen Fundus des Waisenhaus-Museums bedeutsam ergänzt, schließt sowohl das erste, zwischen 1816 bis 1857 verliehene Modell ein wie auch verschiedene kupferne Dokumentationsprägungen und originale Aufbewahrungsetuis. Das interessanteste Objekt dürfte wohl eine Silbermedaille aus der Zeit nach 1872 sein, an die eine Chatelaine, ein dekorativer Anhänger zum Verwahren in der Frackweste, befestigt ist. Der Besitzer konnte so seine Führungsmedaille aus dem Waisenhaus in der Öffentlichkeit stets mit sich führen und bei Bedarf stolz vorzeigen.

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