Unbegleitete minderjährige Ausländer beziehen neues Domizil

Eröffnung des Clearinghauses am 3. März 2017

In Anwesenheit des Beigeordneten für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung der Landeshauptstadt Potsdam, Mike Schubert, hat die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ am Freitag, 03.03.2017, die umfänglich sanierten Räumlichkeiten in der Breiten Straße an die neuen Nutzer übergeben. Norbert Lekow, Geschäftsführer der GFB – Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH, nahm den symbolischen Schlüssel aus den Händen der Stiftungs-Geschäftsführerin Elke Krüger entgegen. Die GFB betreibt in dem Gebäude ein Clearinghaus für unbegleitete minderjährige Ausländer.

Bis zu 27 junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren aus unterschiedlichen Herkunftsländern bewohnen das Clearinghaus und werden für etwa drei Monate intensiv betreut. Aufgabe der Clearingstelle ist es vor allem, den gesundheitlichen, psychischen und geistigen Entwicklungsstand der minderjährigen Flüchtlinge festzustellen, ihre rechtlichen Aufenthaltsmöglichkeiten zu klären und ihnen einen Schutzraum zu bieten.

Eigens dafür hatte die Waisenhaus-Stiftung das denkmalgeschützte Haus umgebaut und den neuen Bedürfnissen angepasst. Dazu gehören kleinere Grundrissveränderungen, der Einbau vollwertiger Bad- und Sanitärbereiche sowie die Schaffung von Küchen- und Gemeinschaftsräumen. Neben den Räumlichkeiten für die Jugendlichen und ihre Betreuer_innen wurden besondere Räume für Therapeut_innen hergerichtet.

Früher war in dem Gebäude die Potsdamer Geschäftsstelle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beheimatet. Nach deren Auszug verzichtete die Stiftung „Großes Waisenhaus“ bewusst darauf, diese Räume wieder als hochwertige Büroräume zu vermieten. Gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft hat sie sich dafür entschieden, dieses Haus für soziale Arbeit mitten in der Innenstadt von Potsdam zu sichern. Das geschah in enger Abstimmung mit der Stadt Potsdam, die den Umbau unterstützte.

Zur Eröffnung des Clearinghauses hatten Stiftung und GFB die Nachbarschaft eingeladen, damit sie das Haus kennen lernen können. Hierbei gab es zahlreiche Möglichkeiten für Gespräche mit der Leiterin des Clearinghauses oder den Betreuer_innen, um sich so über die Aufgaben des Clearing­hauses zu informieren. Die direkten Einblicke in die Lebensbereiche der eingereisten Jugendlichen sollen dazu beitragen, ein Verständnis für die Arbeit mit den Flüchtlingen zu entwickeln.

 

Pressemitteilung vom 28.02.2017 > pdf (64 kB)