Modernisierung des Waisenhausensembles

Förderungmittel vom Land Brandenburg

Die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ hat am Vormittag von Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, einen Fördermittelbescheid in Höhe von 3.960.000 Euro für die Modernisierung und Instandsetzung zweier Stiftungsgebäude erhalten. Die Stiftung Waisenhaus ergänzt aus eigenen Mitteln knapp eine Million Euro für die Baumaßnahme.

Die Stiftungsratsvorsitzende Rosemarie Thölken: „Die Stiftung freut sich sehr über die großzügige Unterstützung des Landes. Mit diesen Zuschüssen wird es der Stiftung ermöglicht, das Waisenhausensemble denkmalgerecht und zukunftsfest zu sanieren. Die Stiftung fördert seit 25 Jahren Projekte der Kinder- und Jugendhilfe in Brandenburg, deren Finanzierung über die Mieteinnahmen gesichert wird. Die Landeszuschüsse helfen uns, diese wichtige Unterstützung von Brandenburger Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft fortsetzen zu können.“

Das Große Waisenhaus zu Potsdam prägt das Potsdamer Stadtbild im Karree Breite Straße/Dortustraße/Lindenstraße/Spornstraße. Die Gebäude des Waisenhausensembles wurden Mitte des 18. Jahrhunderts auf Anweisung König Friedrich II. von Preußen von seinem Architekten Carl von Gontard geplant und errichtet. Bis 1945 wurden die Gebäude als Waisenhaus genutzt, 1952 wurde die Stiftung aufgelöst und die Gebäude anderweitig genutzt. Mitte der 90er Jahre hat die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ ihre Immobilien zurück erhalten. Die Gebäude waren in einem schlechten Zustand, die Stiftung musste hohe Kredite aufnehmen, um die Gebäude instand setzen und vermieten zu können.

Die Fördermittel des Landes Brandenburg ermöglichen eine weitere Modernisierung der Gebäude, insgesamt rund fünf Millionen Euro werden u.a. für die denkmalgerechte Sanierung der Fenster, die Anpassung an erhöhte Brandschutzanforderungen, die Entfernung belasteter Bausubstanz, die Sanierung der Gebäudesockel sowie weiterer aufgrund aktueller rechtlicher Bestimmungen erforderlichen Maßnahmen aufgewendet.

Die Baumaßnahmen haben bereits im September 2019 begonnen und werden Ende 2022 beendet sein.

Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“

1724 gründete König Friedrich Wilhelm I. das „Große Militär-Waisenhaus zu Potsdam“. 1919 wurde es im Zuge der Versailler Verträge entmilitarisiert und trug von 1923 bis 1938 den Namen „Potsdamsches Großes Waisenhaus“. Nach diversen Umbenennungen in der NS-Zeit sowie nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stiftung 1952 aufgelöst. 1992 errichtete das Land Brandenburg sie unter dem Namen Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ wieder. Stiftungszweck ist die Förderung von Bildung und Erziehung für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche.

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